Eine Bank bzw. ein Fonds gliedert sich in verschiedene Geschäftsbereiche (business areas), bei einer Bank oft dreigeteilt in Private Banking, Investment Banking und Asset Management. Diese Ressorts arbeiten zwar weitgehend unabhängig voneinander. Indessen sind sie auf verschiedenen Ebenen miteinander verbunden und wirken daher zusammen. – Bei einer Bank oder einem Fonds werden mehrere einzelne, eigenverantwortlich handelnde Arbeitsgruppen (investment boutiques; Investment-Boutiquen) eingerichtet. Diese sind jeweils auf ganz bestimmte Investitionsvorhaben ausgerichtet, oft geordnet nach – Wirtschaftsbereichen, etwa Landwirtschaft, Bergbau, Verarbeitendes Gewerbe, – Branchen, etwa: Nahrungsmittelverarbeitung, Elektronikindustrie, – Ländern oder – einer Kombination aus diesen. – In der Regel haben die so gebildeten Spezialteams (teams of experts) sehr weitgehende Entscheidungsfreiheit (freedom of decision) und können daher eigenverantwortlich (self dependent) rasch am Markt handeln. – Freilich haftet für Fehlentscheidungen (wrong decisions) letztlich der Vorstand der Bank (bank top management). Die Finanzgeschichte kennt viele Fälle, bei denen Vorstandmitglieder (members of the board of directors) ihren Abschied nehmen mussten, weil eigenentscheidende Teams das Institut in eine Schieflage (financial crisis) brachten. Daher ist zwar bis anhin eher bei Fonds, weniger aber auch bei Banken der Multi-Boutique-Ansatz durchgedrungen. – Siehe Bankgrösse, Chinese Wall, Dezentralisations-Prinzip, Empowerment, Subsidiaritätsprinzip.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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