Eine Strategie des Risikomanagements wird unter der Annahme eines bestimmten Modells eingesetzt. Dabei ist aber nicht sicher, ob das zugrunde gelegte Modell auch die Realität zuverlässig abbildet. Ein Modellrisiko entsteht mithin immer dann, wenn die Modellvoraussetzungen mit der Wirklichkeit nicht völlig übereinstimmen (model risk arises when the model’s assumptions do not exactly correspond to reality). – Häufig genanntes Beispiel für das Modellrisiko ist die rechentechnisch einfache Normalverteilung für Aktienrenditen. Wie jedoch die Erfahrung gezeigt hat, treten extrem negative Kursausschläge bei Aktien viel häufiger auf, als es bei Gültigkeit der Normalverteilung (Gaussian distribution: the theoretical frequency distribution for a set of variable data, commonly represented by a bell-shaped curve symmetrical about the mean) der Fall sein dürfte. Infolge dessen kann die Risikolage empfindlich unterschätzt werden. – Siehe Worst Case Hedging. – Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Dezember 2007, S. 65 (Modellrisiko im Rahmen der Risikoberechnung bei Banken).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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