Modellunsicherheit (model uncertainty)

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Weil die Kenntnis über das sich fortwährend wandelnde Gefüge gesamtwirtschaftlicher Zusammenhänge lückenhaft ist, so kommt es vor allem bei der Politik der Zentralbank immer wieder zu einer Unsicherheit hinsichtlich der am besten geeigneten geldpolitischen Massnahmen. Nicht genau bestimmbar ist im besonderen – die gegenwärtige Stärke und Bewegungskraft einzelner Modellvariabler, – die “richtige” Schätzmethode (technique of estimation) hinsichtlich der künftigen Veränderung der Variablen, – die exakte Abgrenzung wichtiger Variabler, etwa der Geldmenge nach M1, M2 und M3 oder die Messung des Preisniveaus und – inwieweit bisher beobachtete Gesetzmässigkeiten (regularities) und Verhaltensweisen (behaviours) für die Zukunft unterstellt werden dürfen. – Schliesslich wirft auch bereits die Auswahl der in ein – wie auch immer geartetes – Modell aufzunehmenden Variablen eine Reihe schwieriger Entscheidungsfragen auf. – Siehe Anweisungen, geldpolitische, Datenunsicherheit, Geldpolitik, vorausschauende, Gleichgewichtsmodelle, dynamisch-stochastische, Hurrikan-Schocks, Modelle, geldpolitische, Modellgläubigkeit, Modellrisiko, Pandemie, Schocks, strukturelle, Sparsamkeitsregel, Strukturunsicherheit, Unsicherheit. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juni 2004, S. 16 ff.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Modellunsicherheit (model uncertainty)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/modellunsicherheit-model-uncertainty/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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