Lohnkosten (labour costs)

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Volkswirtschaftlich gesehen die Summe aller lohnbezogenen Ausgaben, die in einem bestimmten Zeitraum von Arbeitgebern an Arbeitnehmer bezahlt werden (as to the definition given by Eurostat [the European Community statistical office] the “core expenditure borne by employers for the purpose of employing staff”. They include employee compensation, with wages and salaries in cash and in kind, employers’ social security contributions and employment taxes regarded as labour costs minus any subsidies received, but not vocational training costs or other expenditure such as recruitment costs and spending on working clothes). – Die Lohnkosten werden von den Zentralbanken im Zuge der Inflationsanalyse besonders beobachtet. Denn etwa siebzig Prozent der Wertschöpfung im Eurogebiet entfallen auf Dienstleistungen. Daher stehen marktbestimmte – wie etwa Handel, Verkehr oder Finanzdienstleistungen – und nichtmarktbestimmte – wie öffentliche Verwaltung, Bildung, Gesundheitswesen; deren Anteil am Dienstleistungsbereich liegt bei fünfundfünfzig Prozent – Lohnkosten bei Dienstleistungen im Mittelpunkt der Betrachtung. – Siehe Anpassung, symmetrische, Arbeitnehmerentgelt pro Kopf, Arbeitskosten, Arbeitslosenquote, Balassa-Samuelson-Effekt, Fringe Benefits, Index der Tarifverdienste, Lidlgeld, Lohnrigiditäten, Lohnsteuer, Lohnstückkosten, Mindestlohn-Arbeitslosigkeit, Zuwanderung, Zwei-Säulen-Prinzip. – Vgl. ausführlich Monatsbericht der EZB vom September 2005, S. 56 ff. (Definitionen, Übersichten, Erklärungen eines Lohn-Drifts zwischen beiden Bereichen), Monatsbericht der EZB vom Juni 2007, S. 87 ff. (Verlauf der Lohnkosten im öffentlichen Sektor in den einzelnen Saaten des Eurogebiets; Übersichten), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom April 2009, S. 17 ff. (hier auch Problem der Mindestlöhne), Monatsbericht der EZB vom Mai 2010, S. 64 ff. (Vergleich der Lohnentwicklung 2005 bis 2009 zwischen dem Eurogebiet und den USA; institutionelle Unterschiede; Übersichten), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Oktober 2010, S. 70 f. (Zusammenhang zwischen Arbeitsvolumen und Lohnkosten seit 1970; Übersichten), Monatsbericht der EZB vom März 2012, S. 112 (Anmerkung 3: eine Senkung der Lohnkosten um fünfzehn Prozent führt nach sieben Jahren zu einem Anstieg des Bruttosozialprodukts um acht Prozent).

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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Lohnkosten (labour costs)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/lohnkosten-labour-costs/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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