Die kontenmässige Gegenüberstellung des Wirtschaftsverkehrs mit dem Ausland innert einer bestimmten Periode. – Überschüsse oder Fehlbeträge in einer Leistungsbilanz sind das Ergebnis millionenfacher individueller Entscheidungen und daher – ausser in zentralgeplanten Volkswirtschaften – keine Zielgrösse, welche durch die Politik und erst recht nicht durch die Zentralbank gesteuert werden kann. Auch die damit einhergehenden Veränderungen im Wechselkurs sind kaum vorhersagbar und so gut wie nicht zu beeinflussen. – Der Saldo der Leistungsbilanz eines Landes zählt zu den Kenngrössen des Überwachungsverfahrens (monitoring procedure) der EU, das 2011 eingeführt wurde; es soll Ungleichgewichte innert und zwischen den europäischen Staaten zeitig erkennen. – Siehe Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juni 2007, S. 35 ff. (Leistungsbilanzsalden im Euroraum mit vielen Übersichten; Erklärung der Abweichungen), Monatsbericht der EZB vom Juli 2007, S. 51 ff. (Leistungsbilanzsalden in Bezug auf Ersparnis und Investition; Übersichten), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom März 2012, S. 18 ff. (zur Entwicklung der Leistungsbilanz in Deutschland seit 1999; Übersichten; Erklärungen, Literaturverweise); S. 21 ff.: “unsichtbare” Leistungstranskationen), Monatsbericht der EZB vom April 2012, S. 22 ff. (Umschwünge in der Leistungsbilanz analysiert und erklärt; viele Übersichten; Literaturhinweis), Monatsbericht der EZB vom Juli 2013, S. 66 ff. (Hauptkomponenten des Leistungsbilanz-Saldos der Mittglieder der EWU; viele Übersichten), Monatsbericht der EZB vom November 2013, S. 75 ff. (Leistungsbilanz in der EWU seit 2004; Übersichten). Monatsbericht der EZB vom Dezember 2013, S. 58 ff. (Leistungsbilanz-Ungleichgewichte in der EWU seit 2000; Übersichten), Monatsbericht der EZB vom Januar 2014, S. 52 ff. (Leistungsbilanz angeschlagener Mitglieder des Eurogebiets [Irland, Griechenland, Spanien, Portugal] lässt erkennen, dass Strukturreformen ungenügend waren), Monatsbericht der EZB vom Februar 2014, S. 18 ff. (Leistungsbilanz der EU-Mitgliedsstaaten in Mittel- und Osteuropa; Übersichten; Beurteilung). – Vgl. einzelne Posten der Leistungsbilanz des Eurogebiets laufend wiedergegeben im Anhang “Statistik des Euro-Währungsgebiets”, Rubrik “Aussenwirtschaft” im jeweiligen Monatsbericht der EZB; dort auch die nachgestellten “Erläuterungen” beachten, Geschäftsbericht 2013 der Deutschen Bundesbank, S. 46 (Definition “Leistungsbilanz”; Aussagekraft), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom März 2014, S. 38 ff. (ausführliche Darstellung; Übersichten; Literaturverweise), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juni 2014, S. 59 ff. (Umstellung der Erfassungsmethodik, ausführliche Darstellung mit Übersichten und wichtigen Informationen in den Anmerkungen).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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Passende Formel
Eigenkapitalquote
Den Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme messen.
Variablen: Eigenkapital bilanzielles Eigenkapital; Gesamtkapital Bilanzsumme.
Anwendung: Für Stabilitäts-, Bonitäts- und Finanzierungsanalysen.