Home Bias bei Staatsschuldtiteln bezeichnet die ausgeprägte Präferenz von Banken für Schuldtitel ihres Heimatstaates. Ursachen können geringere Informationskosten, größere Vertrautheit mit dem heimischen Rechts- und Institutionengefüge, politische Einflussnahme, Renditeüberlegungen und erwartete staatliche Unterstützung sein. Die Heimatmarktpräferenz erhöht die bilanzielle Abhängigkeit einer Bank von der Bonität ihres Sitzstaates und verfestigt dadurch den Staaten-Banken-Nexus. Entscheidend für die Verwundbarkeit ist neben dem Anteil heimischer Titel auch deren Umfang im Verhältnis zum verlustabsorbierenden Eigenkapital.
Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – September 2026 , 21.09.2026 , PDF-S. 25. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/1007720/referenceDoc/a9c78c09edfd858dd498d4acc17ce10d.