Helvetophobie (helvetophobia)

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Eine Abneigung (aversion) gegen die Schweiz im allgemeinen und im besonderen gegen die Schweiz als Finanzplatz. – Diese vor allem in England, Frankreich und Deutschland verbreitete Antipathie (Aversion; dislike) gründet sich auf den Verdacht, – schweizerische Banken würden durch unlautere Mittel (machinations, racketeering) Kunden aus anderen Ländern abwerben. Dazu – werden Schweizer Institute verdächtigt, der weltweiten Geldwäsche zu Diensten zu sein sowie – Drogengeld und – aus Steuerhinterziehung (fiscal evasion, defraudation of tax) stammende Beträge anzuziehen. – Dass sich jedoch auch der “normale” Kunde (average consumer; Otto Normalverbraucher; “Joe Public”, “Joe and Jane Lunchbucket”) bei Schweizer Banken in aller Regel bei weitem besser bedient fühlt – hohes Mass an Kundenfreundlichkeit (customer friendliness), fachkundiges und bestens ausgebildetes Personal (excellent staff) innovative Finanzprodukte (innovative financial products) -, wird dabei wohlweislich unterschlagen. Auch wird nicht gesagt, dass sich der CHF gegenüber dem EUR bis Anfang 2011 um fast dreissig Prozent verteuert hat; der CHF damit weltweit als die stabilste Währung ist. – Siehe Bankgeheimnis, Geldheimat, Gnomen von Zürich, Dollar-Lücke, Finanzinsel, Hafen, sicherer, Hochfinanz, Privatbankier, Schwarzgeld, Spill-over-Effekt, Steuerberatung, Vertraulichkeit, Zinsinsel.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Helvetophobie (helvetophobia)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/helvetophobie-helvetophobia/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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