Goldopfer (gold sacrifice)

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Wenn nicht anders definiert, so meint man damit das Ansinnen, dass innert der EWU die Staaten mit hohen Goldbeständen in ihren Währungsreserven diese zugunsten hoch verschuldeter Mitglieder auf irgend eine Weise einsetzen. Dies wurde wiederholt als ein Akt der Solidarität (act of solidarity) und als gerechte Forderung der Defizitstaaten bezeichnet. – Übersehen wird indessen dabei, dass es gegen den Gemeinschaftsgeist verstösst, wenn Mitgliedsländer der EWU sich weit über die im Stabilitäts- und Wachstumspakt festgesetzten Grenzen verschulden in der stillschweigenden Erwartung, dass andere Mitglieder für die aufgetürmten Schulden aufkommen. – Siehe Bail-out, Europäische Währungsunion, Grundfehler, Friedman-These, Golddeckung, Goldreserven, deutsche, Goldverkauf, Griechenland-Krise, Moral Hazard, Neuro, Solidarität, finanzielle, Rückkehr-Ideologie, Sonderziehungsrecht, TARGET-Missbrauch, Transferunion, Vertragstreue, Währungsunion 2.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Goldopfer (gold sacrifice)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/goldopfer-gold-sacrifice/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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