Gewerkschaftsbank (trade union bank)

Von Gewerkschaften und ihnen nahestehende Institutionen – wie vor allem Konsumgenossenschaften – gegründete oder getragene Bank mit dem Schwerpunkt (with the main focus) der Bedienung der Mitglieder der Gewerkschaft und des gemeinwirtschaftlichen Sektors überhaupt. – In Deutschland schlossen sich 1958 regionale Gewerkschaftsbanken zur Bank für Gemeinwirtschaft (BfG) zusammen, die beim breiten Publikum (wide public) in sehr hohem Ansehen stand. Durch fehlerhafte (Personal)Politik setzte der Niedergang ein; 1986 mussten sich die gewerkschaftlichen Eigentümer von ihrer Bank trennen. Die Bank für Gemeinwirtschaft samt dem Filialnetz ging nach einigen Zwischenstationen schliesslich im Jahr 2000 in den Besitz des schwedischen, weltweit tätigen Finanzdienstleistungskonzern Skandinaviska Enskilda Banken (SEB) mit Hauptsitz in Stockholm über. Die SEB wiederum trat Ende 2010 das Privatkundengeschäft und damit die 173 ehemaligen BfG-Filialen vor Ort an die spanische Banco Santander – dem zweitgrössten Institut in Europa mit Hauptsitz in Santander unweit von Madrid – für 555 Mio EUR ab. – Siehe Bankenverstaatlichung.

Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/

Sidebar