Bei asymmetrischer Information muss der Kreditgeber dem Schuldner die Risiken aus der nicht genau einschätzbaren Bonität in den Zinssatz einrechnen. Denn – der Kreditgeber muss sich vor Übervorteilung seitens des Schuldners absichern; – es fallen Kosten für die Überwachung, Bewertung und Beitreibung (collection of claims im Falle der Störung der Kreditbeziehung) an, – der Kreditnehmer könnte sich aufgrund der Probleme der Negativauslese weniger rentablen Engagements zuwenden. Die daher verlangte Finanzierungsprämie ist rechnerisch der Unterschied zwischen den Kosten für Eigenfinanzierung und Fremdfinanzierung. – Kann das Unternehmen dem Kreditgeber Aktiva verpfänden, dann wird sich die Finanzierungsprämie Null nähern. – Wenn im Konjunkturzyklus der Gewinn eines Unternehmens zurückgeht, dann werden Kreditgeber einen höheren Zins verlangen. Denn die Bonität des Schuldners sinkt jetzt, das Verlustrisiko für den Fremdkapitalgeber steigt. – Siehe Adverse Selection, Agency-Problem, Hausbank, Information, asymmetrische, Moral Hazard, Negativauslese, Principal-Agent-Problem. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juli 2002, S. 44, Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Januar 2012, S. 15 f. (zur externen Finanzierungsprämie; Literaturhinweise).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/
Passende Formel
Gewichtete Kapitalkosten (WACC)
Eigen- und Fremdkapitalkosten zu einem Unternehmenszinssatz zusammenführen.
Variablen: E Eigenkapital; D Fremdkapital; rE Eigenkapitalkosten; rD Fremdkapitalkosten; s Steuersatz.
Anwendung: Als Diskontierungszinssatz für Unternehmens- und Investitionsbewertungen.