Domar-Gewicht

Das Domar-Gewicht misst die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Produktivitätsveränderung eines Sektors unter Einbeziehung seiner Rolle im Produktionsnetzwerk. Anders als ein bloßer Wertschöpfungsanteil berücksichtigt es neben der direkten Wertschöpfung auch, in welchem Umfang der Sektor Vorleistungen für andere Wirtschaftsbereiche bereitstellt. Weil Effizienzimpulse entlang von Wertschöpfungsketten weitergegeben werden, kann das Domar-Gewicht deutlich über dem unmittelbaren Wertschöpfungsanteil des Sektors liegen. Es ist damit eine geeignete Größe zur Beurteilung aggregierter Produktivitätseffekte sektoraler TFP-Veränderungen.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – März 2026 , 26.03.2026 , PDF-S. 105. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/988542/referenceDoc/5895ae7b0fe2b871ce74372e4895eede.

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Domar-Gewicht“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/domar-gewicht/ (Stand: 21.08.2026).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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