Auswirkungsstudie zu langfristigen Garantien (long term guarantee assessment, LTGA)

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Die Einführung von an Marktwerten ausgerichteten Bewertungsansätzen durch Solvency-II bereitet Versicherungen einige Schwierigkeiten. Das ist besonders der Fall, wenn Versicherungen ihren Kunden langfristige Zinsgarantien zugesichert haben, währenddessen durch die Niedrigzinspolitik der Zentralbank die Marktzinsen nahe Null sind. Eine 2013 angestellte besondere Auswirkungsstudie versucht, die Problemlage in Hinblick auf den Verbraucherschutz, die Solvabilität, den Wettbewerb und andere Grössen durchsichtig zu machen und Lösungsvorschläge zu unterbreiten. – Die Vorschläge der LTGA wurden von den Verbänden der Versicherungswirtschaft teilweise abgelehnt. Insbesondere wurde bemängelt, dass die hohe Volatilität der Solvenzquote (solvency ratio: diese ergibt sich aus der Gegenüberstellung der Anforderungen an das Solvenzkapital und dem verfügbaren Kapital; unter Solvenzkapital versteht man das Kapital, das die Versicherung vorhalten muss, um eingegangene Risiken abzudecken) kaum berücksichtigt wurde. – Siehe Finanzialisierung, Lebensversicherung, Renditejagd, Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung, unternehmenseigene, Zinsgarantiereserve. – Vgl. Jahresbericht 2013 der BaFin, S. 119 f. (Vorstellung der Auswirkungsstudie).

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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Auswirkungsstudie zu langfristigen Garantien (long term guarantee assessment, LTGA)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/auswirkungsstudie-zu-langfristigen-garantien-long-term-guarantee-assessment-ltga/ (Stand: 15.10.2022).

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