Staaten-Banken-Nexus

Der Staaten-Banken-Nexus bezeichnet die wechselseitige Abhängigkeit von Staaten und Banken. Verschlechtert sich die Bonität eines Staates, können steigende Risikoprämien und fallende Marktwerte seiner Schuldtitel Banken mit hohen entsprechenden Beständen belasten. Umgekehrt können Bankenschieflagen die öffentlichen Haushalte durch erwartete oder tatsächlich geleistete Stützungsmaßnahmen unter Druck setzen. Beide Richtungen können sich zu einer selbstverstärkenden Spirale verbinden, in der sinkende staatliche Kreditwürdigkeit, schwächere Bankbilanzen, eingeschränkte Kreditvergabe und eine gedämpfte wirtschaftliche Aktivität einander verstärken.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – September 2026 , 21.09.2026 , PDF-S. 22. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/1007720/referenceDoc/a9c78c09edfd858dd498d4acc17ce10d.

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Staaten-Banken-Nexus“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/staaten-banken-nexus/ (Stand: 05.10.2026).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com