Zweitrundeneffekt

Ein Zweitrundeneffekt liegt vor, wenn ein ursprünglicher Preisschock nicht auf seine unmittelbaren Preiswirkungen beschränkt bleibt, sondern sich in höheren Löhnen, angepassten Inflationserwartungen oder einer veränderten Preissetzung fortpflanzt. Nach dem Bericht treten lohnbezogene Zweitrundeneffekte in Deutschland typischerweise mit größerer Verzögerung und vor allem bei gleichzeitig höherer gesamtwirtschaftlicher Nachfrage auf. Inflationserwartungen können sich dagegen aufgrund jüngerer Erfahrungen mit hohen Inflationsraten schneller anpassen.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Mai 2026 , 21.05.2026 , PDF-S. 110. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/994554/referenceDoc/1848f70c0a75eca85670941b7b2518f9.

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Zweitrundeneffekt“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/zweitrundeneffekt/ (Stand: 21.08.2026).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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