Transferrisiken (intermediary risks; translation risks)

Auch in: EN

Bei Darlehn einer Bank in fremde Währungsgebiete die Möglichkeit, dass – die Bedienung (servicing; Verzinsung und Tilgung) in frei konvertierbarer Währung von politischen Instanzen untersagt wird oder gar – die Schulden von einer neuen Regierung nicht anerkannt werden (odious public debt). – Risiken, die in Zusammenhang mit Kreditderivaten in erster Linie bei Intermediärbanken entstehen. Hierzu zählt vor allem das – Basis-Risiko (underlying mismatch risk): zwei gegenläufige Absicherungsgeschäfte sind nicht vollständig deckungsgleich, etwa: sie beziehen sich nicht auf gleichartige Referenzaktiva, – Kontrahentenrisiko: der Sicherungsgeber ist wirtschaftlich nicht in der Lage, die vereinbarte Leistung zu erbringen, – Rechtsrisiko (legal risk): die Einschätzung eines Vorgangs als Eintritt der Kreditereignisses ist zwischen Sicherungsgeber und Sicherungsnehmer umstritten und – operationelles Risiko: die organisatorische (organisational: personelle, technische) Infrastruktur versagt. – Die Möglichkeit eines Verlustes dadurch, dass Posten, in fremder Währung bewertet, in die Bilanz eingehen (possible loss from the conversion of foreign currency items on the balance sheet; these foreign exchange fluctuations are not offset by balance sheet items in the same currency). – Manchmal auch in Hinblick auf allfälliger Verluste durch Unterbruch der IT-Technologie gesagt. also für Technologie-Risiken. – Siehe InformationsSicherung, IT-Risiken, Länderrisiko, Risiko, Risiko, systeminhärentes Staatsschulden, verweigerte, Wertpapiere, risikolose, Technologie-Risiken, Videokonferenz. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom April 2004, S. 38.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Transferrisiken (intermediary risks; translation risks)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/transferrisiken-intermediary-risks-translation-risks/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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