Struktureller Schock

Ein struktureller Schock ist ein isolierter ökonomischer Impuls, der als eigenständiger Bestimmungsfaktor einer Modellvariable kausal interpretiert werden kann. Die unmittelbar geschätzten Residuen eines VAR-Modells sind dagegen regelmäßig miteinander korreliert und stellen Mischungen verschiedener Schocks dar. Zur Identifikation werden sie deshalb in untereinander unkorrelierte Komponenten überführt. Damit lässt sich untersuchen, was geschieht, wenn nur ein bestimmter Einflussfaktor auftritt und andere Faktoren unverändert bleiben. Im Bericht werden unter anderem geldpolitische, Nachfrage-, Energieangebots- und Risikoappetitschocks identifiziert.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Januar 2026 , 22.01.2026 , PDF-S. 75. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/973956/referenceDoc/7a6a3b02ce72b6a454aee8cac61986dc.

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Struktureller Schock“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/struktureller-schock/ (Stand: 21.08.2026).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

2 Seitenaufrufe dieser Seite