Bei der ersten Sitzung der Europäischen Zentralbank 1998 trugen alle Mitglieder des EZB-Rats Namensschilder, die mit ihrer nationalen Herkunft beschriftet waren; auch sassen die Mitglieder aus dem Direktorium und den nationalen Zentralbanken getrennt nach Ländern zusammen. Der damalige Präsident der Deutschen Bundesbank, Hans Tietmeyer, erreichte beim ersten Präsidenten der EZB, Wim Duisenberg, dass dies umgehend geändert wurde. Schon bei der zweiten Tagung wurde die Sitzordnung dahin umgestaltet, dass die Mitglieder in der Buchstabenfolge ihres Nachnamens Platz nahmen und auf jede nationale Kennzeichnung verzichtet wurde. Darin soll zum Ausdruck kommen, dass sich die einzelnen Persönlichkeiten nicht als Vertreter ihrer heimischen Zentralbanken fühlen, sondern als Europäer und Entscheider in Verantwortung für die Eurozone als Ganzes. – Siehe Becket-Effekt, Ein-StimmenPrinzip, EZB-Protokolle, Veröffentlichung, Südfront.
Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/