Schmuckanleihe (ornamental loan, artwork loan)

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Ein Wertpapier in Form einer Urkunde, das hochwertig gedruckt ist und Motive aufweist, denen die Eigenschaft eines Kunstwerks zukommt. In der Regel werden solche Titel mit niedrigem Nominalwert ausgegeben. Der Emittent rechnet damit, dass das Papier nicht eingelöst, sondern als Sammlerstück über den Verfalltag hinaus aufbewahrt wird. Werden die Anleihen gar noch in verschiedenen Tranchen unterschiedlich künstlerisch ausgestaltet und unter Umständen von bekannten Meister-Grafikern, die ihrerseits wieder aus dem Auftrag Nutzen für ihre eigene Berühmtheit ziehen, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Käufer der Papiere diese behalten, sprich: der Emittent das Geld von den Erwerbern der Anleihe geschenkt bekommt. – Tatsächlich gibt es einen breiten Markt für Schmuckanleihen und auch Schmuckaktien. Dabei kommt es vor, dass der Sammlerwert des Papiers den Nennwert sogar um ein Vielfaches übersteigt.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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Passende Formel

Laufende Anleiherendite

\[r_{lauf}=\frac{C}{P}\cdot100\]

Die laufende Verzinsung einer Anleihe bezogen auf ihren Marktpreis berechnen.

Variablen: C jährlicher Kupon; P aktueller Anleihekurs.

Anwendung: Für einen schnellen Renditevergleich ohne Kursgewinn und Laufzeiteffekt.

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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Schmuckanleihe (ornamental loan, artwork loan)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/schmuckanleihe-ornamental-loan-artwork-loan/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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