Ricardianisches Verhalten

Ricardianisches Verhalten bezeichnet im Bericht eine Reaktion privater Haushalte auf eine gelockerte Fiskalpolitik, bei der sie ihren gegenwärtigen Konsum einschränken, weil sie künftig höhere Steuern erwarten. Die zusätzlichen staatlichen Ausgaben oder Defizite würden dann zumindest teilweise durch höheres privates Sparen ausgeglichen. Die im Bericht ausgewertete Haushaltsumfrage liefert für Deutschland allerdings keine Hinweise auf ein solches Verhalten im betrachteten Zeitraum.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Juni 2026 , 18.06.2026 , PDF-S. 62. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/998608/referenceDoc/64e67324481c1983aed9dbd415327e5e.

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Ricardianisches Verhalten“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/ricardianisches-verhalten/ (Stand: 21.08.2026).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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