Realkassen-Effekt (basis money effect; negative output effect)

Mehr Bargeld in den Händen der Privathaushalte kann bewirken, dass diese sich vermögender wähnen und deshalb entsprechend mehr nachfragen. – Durch den globalen Wettbewerb können Unternehmen gestiegene Preise für Rohstoffe kaum mehr auf die Absatzpreise überwälzen, aber auch keine höheren Löhne zahlen. Die Preissteigerungen – vor allem bei Energie – mindern so die realen Einkommen und Gewinne. Auf diese Weise eingetretene Verluste im Output und in der Beschäftigung treffen einzelne Volkswirtschaften unterschiedlich. – Siehe Balassa-Samuelson-Effekt, Globalisierung, inflationsmindernde, Erdölpreis, Inflations-Ausgleich, Kaufkraft-Ausgleich, Lohn-Preis-Spirale, Produktionspotential, Wettbewerbsfähigkeit, Zweitrunden-Effekte. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Januar 2005, S. 21 f.

Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Realkassen-Effekt (basis money effect; negative output effect)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/realkassen-effekt-basis-money-effect-negative-output-effect/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

7 Seitenaufrufe dieser Seite