Grob definiert die positive Differenz zwischen staatlichen Einnahmen und Ausgaben; im Falle einer negativen Abweichung spricht man von Primärdefizit. Ein Primärüberschuss bedeutet damit, dass die Einnahmen zureichen, um die Kernausgaben und darüber hinaus noch einen Teil der Zinslasten zu finanzieren. – Ein Primärdefizit dagegen weist darauf hin, dass die Einnahmen nicht ausreichen, um die Kernausgaben zu bezahlen. – Siehe Defizitquote, Finanzpolitik, Frühwarnrecht, Geldpolitik, Gruppendruck, Haushaltsdefizit, Haushalts-Vorabstimmung, europäische, Nachhaltigkeit, Schuldenquote, Solidarität, finanzielle, Staatsverschuldung, Stabilitäts- und Wachstumspakt. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Juni 2010, S. 103 ff. (Primärüberschuss in den EU-Ländern im Vergleich).
Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/