Préstamo (forced contribution)

Auch in: DE

A Spanish word that, strictly speaking, translates as loan. In South America, however, it now also has the ugly secondary meaning of a forced donation. North Americans, Asians and Europeans who are considered rich are often enough asked insistently for a préstamo by employees in government offices and even by nursing staff in hospitals. Directly, formally is asked indeed only for loan of money. Therefore, it is difficult for the anti-corruption authorities (which are said to be infiltrated by corrupt elements themselves) to intervene against this bad habit. But the money, which is often borrowed explicitly for only a few days, is of course never paid back, and one must refrain from asking for it. Quite a few servants earn a considerable extra income in this way. This, in turn, keeps many investors from getting involved in Latin America. – See Hand money, Douceur, Kapplaken, Peep, Schmiergeld, Trinkgeld.

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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Préstamo (forced contribution)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/prestamo-forced-contribution/ (Stand: 25.07.2023).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

Préstamo (forced contribution)

Auch in: EN

Ein spanisches Wort, das strenggenommen mit Darlehn zu übersetzen ist. In Südamerika hat es aber inzwischen auch die unschöne Nebenbedeutung (ugly secondary meaning) einer erzwungenen Spende. Als reich eingeschätzte Nordamerikaner, Asiaten und Europäer werden oft genug in Behörden von Angestellten und selbst in Hospitälern vom Pflegepersonal um ein Préstamo gebeten, ja schon nachdrücklich aufgefordert (asked insistently). Unmittelbar, förmlich wird zwar nur um Leihe von Geld gebeten. Daher fällt es auch den Anti-Korruptionsstellen (anti-corruption authorities which are said to be infiltrated by corrupt elements themselves) schwer, gegen diese Unsitte einzuschreiten. Aber die oft ausdrücklich nur für einige Tage geliehene Summe wird natürlich nie wieder zurückbezahlt; und einer entsprechenden Nachfrage hat man sich tunlich zu enthalten. Nicht wenige Bedienstete verschaffen sich auf diese Weise ein erkleckliches Zubrot. Dies wiederum hält viele Investoren davon ab, sich in Lateinamerika zu engagieren. – Siehe Handgeld, Douceur, Kapplaken, Peep, Schmiergeld, Trinkgeld.

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Merk, G. (Hrsg.): „Préstamo (forced contribution)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/prestamo-forced-contribution/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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