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Abfluggeld (take-off fee)

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Von Flugreisenden erhobene, oft nach Inlandsflügen (domestic flights) und Auslandsflügen (international flights) gestaffelte Abgabe seitens des Flughafenbetreibers (airport operator) oder der Gebietskörperschaft (regional authority) auf deren Territorium der Flughafen liegt. Die Einnahmen daraus sind in der Regel zweckgebunden (earmarked) für die Bereitstellung und den Unterhalt der Flughafeneinrichtungen. – Davon zu unterscheiden ist die in Deutschland seit Jahresbeginn 2011 eingeführte entfernungsabhängige Luftverkehrsabgabe (Flugsteuer; aviation tax), deren Ertrag dem Bund zufliesst.

Abfindung und Abfindungsgeld (compensation payment; serverance pay, termination pay, redundancy payment; settlement benefit)

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➀ Allgemein jede der Befriedigung von Ansprüchen dienende, zumeist einmalige Zahlung (any on-off payment made by way of compensation for a legal claim). – ➁ Die in der Regel einmalige Zahlung in Bargeld, welche einem Beschäftigten bei dessen Ausscheiden aus dem Dienstverhältnis seitens des Arbeitgebers geleistet wird, häufig auch Abstandsgeld genannt (payment of money to an employee that is terminated or laid off). – In Deutschland war bei der Entlassung aus dem öffentlichen Dienst aufgrund der Personalabbauverordnung des Deutschen Reiches vom 27. Oktober 1927 die Abfindungssumme („Fixation“ genannt) im Einzelnen geregelt. Ausscheidende Reichsbeamte konnten danach bis zum Achtfachen des Jahresgehaltes als Abfindungsgeld erhalten. – ➂ Im besonderen auch (von der Öffentlichkeit gerügte, sehr hohe) Zahlungen an Spitzen-Führungskräfte (top level executives) von Unternehmen, die wegen Unfähigkeit oder Misswirtschaft ihr Amt verlassen müssen (goldener Handschlag; golden handshake, money shake).
Siehe Abstandsgeld, Agency-Problem, Begrüssungsgeld, Detraktion, Entlassungsgeld, Geldabfindung, Schlafgeld.

Abfertigungsgeld (dispatch fee)

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Zahlung, die beim Beladen oder Entladen von Versandgut (cargo) dem Frachtführer (carrier) in Rechnung gestellt wird. – Durch gestaffelte Sätze (graduated rates) kann man erreichen, dass bestimmte Verfrachter (seien es Schiffe, Eisenbahnwaggons, Pferdefuhrwerke, Camions oder Flugzeuge) rascher (höheres Abfertigungsgeld) oder langsamer bedient werden. – ➁ Andere Bezeichnung für das Abfindungsgeld.
Siehe Ankergeld, Douceur, Furtgeld, Geld, weiches, Hafengeld, Handgeld, Kapplaken, Krangeld, Ladegeld, Lastgeld, Leichtergeld, Liegegeld, Leuchtturmgeld, Lotsengeld, Pfundgeld, Pratikageld, Reedergeld, Mützengeld, Schleusengeld, Schmiergeld, Tonnengeld, Trinkgeld, Verpackungsgeld, Wagenmeistergeld.

Aberdepot auch Stückedepot und Summendepot (bonds account, depositum irregulare)

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Eine (heute seltenere) Form der Verwahrung von Wertpapieren durch eine Bank. Der Depotkunde hat hier (im Gegensatz zur üblichen Wertpapier-Verwahrung) bloss einen schuldrechtlichen Anspruch (contractual claim under the law of obligations) gegenüber der Bank auf Titel derselben Art und Menge; siehe § 700 BGB. Im Falle der Insolvenz des verwahrenden Instituts bleibt dem Kunden lediglich eine Forderung an die Insolvenzmasse (assets available for distribution among the unsecured creditors), nicht aber ein Aussonderungsrecht (right of recovery, third party right). Als unregelmässige (aber = hier: regelwidrig, unecht; wie etwa in aberklug, abergläubig) Verwahrung unterliegt das Stückedepot nicht den Bestimmungen des Depotgesetzes, vielmehr gilt ein Verwahrungsvertrag (contract of deposit) nach § 700 BGB. – Der Vorteil eines Aberdepots besteht darin, dass die verwahrende Bank dem Kunden (in der Regel) keine oder nur geringe Depot-Gebühren (custodian fee, safe custody charges) berechnet.
Siehe Depotbank, Depotgesetz, Depotquittung, Omnibus-Konto, Street Name, Verwahrstelle, Zentralverwahrer, Zwischenverwahrung.

Abberufungs-Verfügung (dismissal order)

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Von der Aufsichtsbehörde angeordnete Entlassung von (leitenden) Personen eines Instituts bzw. einer Versicherung, wenn deren fachliche Eignung in Frage steht oder gar Fehlverhalten (misconduct) angelastet wird.
Siehe Abwicklungsverfügung, Anweisung, Bankenführerschein, Bestandskraft, Massnahme bei Gefahr, Optimismus, unvernünftiger, Zwangsschliessung.
Vgl. Jahresbericht 2006 der BaFin, S. 129 (Rechtsquelle; Statistik), Jahresbericht 2007 der BaFin, S. 134 (Abberufungs-Verfügung bei Genossenschaftsbanken), Jahresbericht 2010 der Bafin, S. 167 (Bafin stellt siebenundzwanzig Abberufungs-Verlangen gegen Geschäftsleiter und Aufsichtsrats-Mitglieder) sowie den jeweiligen Jahresbericht der BaFin, Kapitel „Aufsicht über Banken, Finanzdienstleister und Zahlungsinstitute“, Rubrik „Aufsichtshandeln“.

Abbassamento und Abasamento (fall in prices; reduction)

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In älteren Dokumenten häufig gesagt für – ➀ ein Sinken der Preise auf einem Markt, – ➁ ein Preisnachlass, den ein Verkäufer dem Käufer aus unterschiedlichen Gründen gewährt (the act of reducing the selling price of a product or service).
Siehe Abschlag, Baisse, Bear, Rabatt.

Abandon[n]ment und Verzichterklärung (abandonment)

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➀ Die unwiderrufliche Preisgabe auf den Gebrauch eines Rechts (to give up a right with the intent of never again claiming). – ➁ Der Rücktritt von dem Anspruch, eine Option auszuüben (to make a decision that allows an option to expire unexercised).
Siehe Abandon.

Abandon (abandon)

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➀ Die Aufgabe (das Nichtausüben; giving up) einer Option (decision not to exercise or offset an option), dann auch Verzichterklärung genannt. – ➁ Der Verkauf eines Anteils an einem auf Nachuss-Verpflichtung (Nachschusspflicht; reverve liability: an obligation for additional contributions, if necessary) gegründeten Unternehmen, wie etwa bei einer Kreditgenossenschaft oder einem Bergwerk.
Siehe Call, Prämiengeschäft, Zubusse.

Aasgeld (feed costs; feed soccage emancipation payment)

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➀ In alten Dokumenten eine Ausgabe, um Futter für Tiere zu kaufen. Das Aas (ohne Mehrzahl) ist ein ehedem gebrauchtes Wort für Viehfutter. – ➁ Früher die einmalige oder laufende Zahlung dafür, dass man von der Fronpflicht (soccage duty, corvée) befreit wird, Viehfutter, in erster Linie Hafer, Hirse (ehedem als geschälte Frucht auch [der] Brein genannt) und Heu an die Herrschaft zu bestimmten Fälligkeitstagen gegenständlich (in kind: in commodities instead of in money) zu liefern.
Siehe Befreiungsgeld, Freikaufgeld, Frongeld, Hundegeld.

Hallo Welt!

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