Dokument, in welchem das Recht, nicht aber auch die Verpflichtung verbrieft wird, eine bestimmte Menge eines Basiswertes (underlying: Waren, Wertpapiere) zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Der Unterschied zu einer Option ist der, dass die Börse allenfalls Handelsplattform, nicht aber Gegenpartei ist. Im Regelfall vereinnahmt der Emittent (die Bank) die Optionsprämie und der Erwerber erhält den Optionsschein in sein Depot. Im Gegensatz zu einer Option haben Optionsscheine eine längere Laufzeit, die bis zu zehn Jahren geht (the right but not the obligation to buy or sell a certain quantity of an underlying instrument at an agreed-upon price. The right to buy the underlying instrument is referred to as a call warrant; the right to sell it is known as a put warrant. In this way a warrant is very similar to an option. But the length of time available to exercise a warrant is much longer than in the case of option contracts. Most warrants have 5 to 10 years before they must be exercised or expire worthless). Optionsscheine können nur gekauft, nicht aber leerverkauft werden. – Unterschieden werden in erster Linie – nackte Optionsscheine (nacked warrants), die vom Emittenten als Call- oder Put-Optionsschein abgegeben werden, und – gedeckte Optionsscheine (covered warrants), bei denen der Emittent den Basiswert im eigenen Besitz hält. Neben den gewöhnlichen Optionsscheinen (plain vanilla warrants) findet man auch eine Reihe von besonderen Gestaltungen, wie beispielsweise auf die Volatilität des Basiswertes bezogen. Weil Optionsscheine Derivate sind, bestehen für die vertreibenden Institute gegenüber ihren Kunden besondere Informationspflichten. – Häufig werden Optionsscheine in Zusammenhang mit einer Anleihe von Unternehmen ausgegeben. Sie verbriefen diesfalls das Recht, nach bestimmten Bedingungen Aktien der Firma zu erwerben (often warrants are issued in combination with a bond and represent the right to purchase shares of the company issuing the bond. Warrants are given out in this way as a sweetener to make the bond issue more attractive, and to reduce the interest rate that must be offered in the case of selling a bond issue). – Siehe Abschlag, Derivategeschäfte-Clearingpflicht, Derivategeschäfte-Meldepflicht, Derivateverordnung, Gegenpartei, zentrale, Optionsschein, freistellender, Sleepy Warrant, Tubos, Warrant.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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