Im Zuge der auf die Subprime-Krise folgenden Finanzkrise geriet der nordamerikanische Automobilhersteller General Motors (Detroit, Michigan) in Absatzschwierigkeiten. Dies wirkte sich auf die deutsche Tochterfirma Adam Opel (Rüsselsheim, Hessen) und deren Zweigwerke aus. Ein bis dahin wohl beispielloser, über mehrere Monate währender Medien-Feldzug (media campaign) setzte daraufhin im Jahr 2009 ein, um die “Opel-Rettung” (Opel rescue) von der deutschen Regierung zu erzwingen. Es wurde von fast allen Seiten als Pflicht der Regierung hingestellt, die drohende Insolvenz bei Opel zu verhindern. Kein einziger Tag verging, ohne dass in Radio und Fernsehen nicht ausgiebig über die missliche Absatzlage bei Opel berichtet und der Staat zum Einschreiten aufgefordert wurde. – Trotz weltweit zu dieser Zeit vorhandenen Überkapazitäten von an die zwanzig Prozent in der Autobranche entschloss sich die deutsche Bundesregierung zu Bürgschaften von 4,5 Milliarden EUR. Jeder der 20’000 Arbeitsplätze wurde damit mit gut 200’000 EUR jährlich subventioniert. Das kam einer seitens einer Interessengruppe erzwungenen Vergrösserung der Staatsschulden gleich. – Siehe Ausgabenmultiplikator, staatlicher, Automobilsektor, Investition, staatliche, Konjunkturprogramm, Wagnersches Gesetz.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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