Near-Shoring bezeichnet im Kontext des Berichts die Verlagerung von Produktionskapazitäten näher an die jeweiligen Absatzmärkte. Es dient der Regionalisierung und Diversifizierung von Lieferketten in einem Umfeld erhöhter geopolitischer und handelspolitischer Risiken. Im Unterschied zum Friend-Shoring steht nicht primär die politische Nähe des Partnerlandes, sondern die räumliche Annäherung von Produktion und Markt im Vordergrund. Auch Near-Shoring kann Lieferketten widerstandsfähiger machen, zugleich aber die internationale Arbeitsteilung und die Nutzung globaler Spezialisierungsvorteile einschränken.
Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Juli 2026 , 28.07.2026 , PDF-S. 68. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/1000490/referenceDoc/0c7ffdf36931c503b9df759a24dbc29e.