Margendruck (margin pressure)

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Wenn nicht anders definiert, so versteht man darunter einen Tiefstand (low level) der Erträge im Bereich der Banken eines Landes, ausgelöst in erster Linie durch starken Wettbewerb zwischen den Instituten. – Wenn aber Banken in ihrem angestammten Geschäftsbereich (line of business) kaum noch kostendeckend (hardly ever cost-covering) arbeiten, dann wenden sie sich erfahrungsgemäss Geschäften mit mehr Risiko (more risky engagements) zu. Das erhöht die Verwundbarkeit gegenüber Schocks aller Art. – Aus dieser Tatsache wird gefolgert, dass wenige, aufeinander abgestimmte Institute (collusive oligopoly: ein in stillem Einverständnis handelndes Oligopol; die grossen Anbieter sprechen sich hinsichtlich der Preise ab) für den Finanzmarkt eines Landes von Vorteil seien. Als Beispiel wird Kanada angeführt. Die fünf grossen, landesweit tätigen Geldhäuser sind gut kapitalisierte Universalbanken, die alles aus einer Hand anbieten: von Darlehn über den Wertpapierhandel bis zur Vermögensverwaltung. Sie wurden von der Subprime-Krise und der nachfolgenden Finanzkrise kaum berührt. – Siehe Bankgebühren, Courtage, Billing, Deduktion, Entgelt, G-Sifi, Marktabsprache, Marktbereinigung, bankliche, Pauschaltarif. – Vgl. Finanzstabilitätsbericht 2012, S. 50 f. (veränderte Geschäftspolitik bei Margendruck).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Margendruck (margin pressure)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/margendruck-margin-pressure/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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