Liquidität (capacity to pay; Zahlungsfähigkeit) zeigt sich in einem Unternehmen allgemein und in einer Bank im besonderen in mindestens vier Formen. – Zunächst ist hier die kurzfristige Liquidität, nämlich die Fähigkeit einer Bank, laufenden Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. – Die langfristige Liquidität bezeichnet das Vermögen, genügend Refinanzierungsmittel mit längerer Laufzeit ohne weiteres aufzunehmen. – Als nächstes ist die Handelbarkeit (Fungibilität; fungibility) zu nennen, nämlich die Möglichkeit, Finanzprodukte jederzeit zu einem angemessenen Preis auf dem Finanzmarkt verkaufen zu können, um sich so im Bedarfsfall Bargeld zu verschaffen. – Schliesslich gilt es die Marktliquidität ins Auge zu fassen als der Möglichkeit, jederzeit Geld über die Märkte aufzunehmen. – Bei der Subprime-Krise zeigte sich, dass die beiden letzten Gelegenheiten plötzlich nicht mehr gegeben waren. – Siehe Acid Ratio, Barmittel, Börsenliquidität, Flüssigmachung, GeldmarktSegmente, Geldschöpfung, Liquidität, Liquiditätsdeckungsziffer, Liquiditätsgrad, Liquiditätsposition, Liquiditätsprämien-Theorie, Liquiditätspuffer, Liquiditätsquote, Marktliquiditätsrisiko, Qick Ratio, Risikofähigkeit, Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung, unternehmenseigene, Solvabilität. – Vgl. Jahresbericht 2008 der BaFin, S. 56 (Vorschriften für das Liquiditätsrisiko-Management).
Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/