Kaufkraft-Theorie (purchasing power theory)

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Die Meinung, dass eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 100 EUR die Binnennachfrage um den gleichen Betrag, also um 100 EUR, steigere. – Tatsache aber ist, dass (Jahresmitte 2010) von diesem Betrag weniger als 29 EUR im Inland nachfragewirksam werden (have an impact on domestic demand). Denn – etwas mehr als die Hälfte des Betrags saugen Sozialabgaben (social security contributions; Rentenversicherung, Krankenkasse, Arbeitslosenbeitrag, Pflegekasse) und Steuern auf, – 8 EUR werden gespart und – 12 Euro gehen in den Bezug von Importwaren bzw. Importbestandteile der heimischen Waren. Trotz dieser statistisch eindeutig nachweisbaren Tatsachen wird die Kaufkraft-Theorie noch immer – vor allem von Gewerkschafts-Funktionairen – beharrlich vertreten.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Kaufkraft-Theorie (purchasing power theory)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/kaufkraft-theorie-purchasing-power-theory/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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