Wenn nicht anders definiert, so versteht man in der Finanzwelt darunter – den Grad der weltumspannenden Ausrichtung eines Portfolios oder – die Tätigkeit einer inländischen Bank im Ausland (cross-border financial services); wobei empirisch nachweisbar ist, dass im heimischen Markt ertragsstarke Banken im internationalen Geschäft aktiver sind als weniger profitable Institute. – Im volkswirtschaftlichen Sinne meint Internationalisierung die Verflechtung der heimischen Wirtschaft mit der Weltwirtschaft, und beurteilt diese vor allem anhand der Merkmale – Entwicklung der Direktinvestitionen, – Wachstum der Export- und Importmengen sowie manchmal auch – Zunahme der Beschäftigung bei heimischen Unternehmen im Ausland. Eine alles umfassende, überzeugende Kennzahl oder Formel zur Messung der Internationalisierung gibt es nicht. – Siehe Agglomerations-Effekt, AuslandsPersonalbestand, Auslandsunternehmenseinheiten, Auslandszweigstelle, Cross-BorderGeschäft, Entkopplungs-These, Globalisierung, International Business Company, Markteintrittskosten. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Januar 2005, S. 34 ff. (Informationen in Bezug auf deutsche Banken), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2006, S 45 ff. (weltweite Direktinvestitionen in ihrer Auswirkung auf die heimische Wirtschaft; mit Übersichten und Berechnungsmodellen), Monatsbericht der EZB vom Oktober 2011, S. 81 ff. (Internationalisierung der Finanzierung), Monatsbericht der EZB vom Februar 2012, S. 117 ff. (grenzüberschreitende Kapitalströme im Eurogebiet; ausführliche Darstellung; viele Übersichten), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom März 2014, S. 49 ff. (Zusammenhang zwischen Direktinvestitionen und der inländischen Investitionstätigkeit; Übersicht; Literaturhinweise), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juli 2014, S. 65 (deutsche Direktinvestitionen weltweit: Übersicht).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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