Ein indirekter Effekt eines Energiepreisschocks entsteht, wenn höhere Energiekosten über Produktions- und Vertriebsketten die Preise von Waren und Dienstleistungen außerhalb der Energiekomponente des Verbraucherpreisindex beeinflussen. Energie wird etwa für Wärme, Kühlung, Transport oder als Rohstoff benötigt. Die Stärke und Geschwindigkeit der Weitergabe hängen unter anderem von Energieintensität, Zahl der Produktionsstufen, Wettbewerb, Konjunkturlage und anderen Kostenfaktoren ab. Solche Effekte zeigen sich zunächst häufig in Import- und Produzentenpreisen und erhöhen danach allmählich die Kerninflation.
Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Juni 2026 , 18.06.2026 , PDF-S. 30. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/998608/referenceDoc/64e67324481c1983aed9dbd415327e5e.