Implizite Eigenkapitalkosten sind eine aus Aktienkursen und erwarteten Unternehmenserträgen abgeleitete Renditeanforderung der Anleger. Der Bericht zerlegt sie in sichere Zinsen und Risikoprämien. Ermittelt werden sie mit einem Dividendenbarwertmodell, in das kurz- und mittelfristige Gewinnerwartungen sowie risikofreie Zinssätze eingehen. Sinkende implizite Eigenkapitalkosten können bei unveränderten Gewinnerwartungen höhere Aktienbewertungen rechtfertigen; steigende Gewinnerwartungen können die Kurse ebenfalls erhöhen. Das Maß dient im Bericht zur Einordnung des Bewertungsniveaus europäischer und US-amerikanischer Aktien.
— Aktualisierung vom 21.08.2026: Implizite Eigenkapitalkosten sind eine aus einem Dividendenbarwertmodell abgeleitete Renditeanforderung an Aktien. Sie setzen sich im Bericht aus einem risikofreien Zinssatz und einer Aktienrisikoprämie zusammen. Bei der modellgestützten Zerlegung von Aktienkursänderungen werden Veränderungen der erwarteten Unternehmensgewinne und der impliziten Eigenkapitalkosten getrennt betrachtet. Steigen die Gewinnerwartungen stärker als die Aktienkurse, können die impliziten Eigenkapitalkosten zunehmen; relativ zu den erwarteten Erträgen erscheinen Aktien dann günstiger bewertet.
Quelle: http://www.gerhardmerk.de, Monatsbericht – August 2026 , 20.08.2026 , PDF-S. 92. https://www.gerhardmerk.de/Monatsbericht---August-2026.pdf.
Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – November 2025 , 20.11.2025 , PDF-S. 78. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/969648/referenceDoc/b08c373c873670dde8fd3a45c47f1c2f.
Passende Formel
Kosten, Erlös und Gewinn
Wirtschaftliche Funktionen, Deckungsbeitrag und Gewinnschwellen modellieren.
Formel vollständig öffnen