Handelsumlenkung

Handelsumlenkung bezeichnet im Bericht die Verlagerung von Exporten auf andere Absatzmärkte infolge neu errichteter Handelsbarrieren. Untersucht wird, ob chinesische Waren, deren Absatz in den USA durch höhere Zölle zurückgeht, verstärkt in die Europäische Union geliefert werden. Ein zu Umlenkung passendes Muster liegt vor, wenn bei besonders exponierten Produkten die Exportmengen im alternativen Markt steigen und die Preise zugleich nachgeben. Der Bericht trennt solche zollbedingten Effekte von längerfristigen Exporttreibern wie Kapazitätsausbau, technologischer Entwicklung und schwacher chinesischer Binnennachfrage.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Juli 2026 , 28.07.2026 , PDF-S. 56. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/1000490/referenceDoc/0c7ffdf36931c503b9df759a24dbc29e.

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Handelsumlenkung“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/handelsumlenkung/ (Stand: 21.08.2026).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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