Gedachte und um 1970 vor allem durch den Ökonomen Friedrich August von Hayek ins Gespräch gebrachte Geldordnung, in der es mehreren Banken erlaubt ist, auf die gleiche
Währungseinheit lautende Zahlungsmittel in Umlauf zu bringen. Gemäss dem AntiGreshamschen Gesetz würde sich das wertstabilste Geld sehr rasch durchsetzen. Jede geldausgebende Bank wäre aufgrund dessen gezwungen, eine vorsichtige Geschäftspolitik zu betreiben, damit das von ihr in Umlauf gegebene Geld nicht aus dem Zahlungsverkehr verschwindet. – Im Gefolge (in the wake of) der auf die Subprime-Krise sich anschliessenden Finanzkrise erfuhr der Gedanke eines – sogar weltweit anerkannten – Marktgeldes eine Wiederbelebung. Die einhellige Meinung dabei war, dass nur Münzen aus Edelmetall – vor allem aus Gold – sowie in Edelmetall gedeckte Banknoten sich durchsetzen würden. Dabei könnte aber wie gewohnt auch mit Scheck, Überweisung oder Karte bezahlt werden. Der Unterschied zum heutigen Staatsgeldsystem wäre, dass durch Kreditvergabe die Geldmenge nicht mehr beliebig ausgeweitet werden könnte. – Faktisch haben weltweit die Edelmetalle spätestens seit der auf die Subprime-Krise folgenden Finanzkrise die Funktion des Geldes als Wertaufbewahrungsmittel weithin schon übernommen. – Siehe Banking Theorie, Currency Theorie, Fachbankensystem, Free Banking, Parallelwährung.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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