Ein Zustand, in dem das Finanzsystem in der Lage ist, – Angebot und Nachfrage nach Kapital reibungslos zusammenzubringen (bringing smoothly and successfully together at a point where the demand meets the supply), – durch das Geld und über das Geld die knappen Mittel dem besten Wirt (to the most effective allocation of scarce resources) zuzuleiten, unschön auch “effiziente Allokation finanzieller Mittel“ genannt; wobei zu erörtern wäre, ob und inwieweit № schon № einschliesst, – Risiken zu bepreisen (pricing risks) und an andere Marktteilnehmer (risk taker) abzugeben, – eine sichere Abwicklung von Zahlungen und Wertapierübertragungen zu gewährleisten sowie – allfällige Störungen (Schocks) dermassen aufzufangen, dass die erwähnten Aufgaben nicht in nennenswertem Umfang (appreciable degree) beeinträchtigt werden. – Die Gewährleistung der Finanzstabilität kann grundsätzlich keine Aufgabe der Geldpolitik sein. Denn die dazu benötigten Instrumente – wie beispielsweise antizyklische Eigenkapitalanforderungen für Banken oder Garantieübernahmen für gefährdete Institute – unterscheiden sich in Art und Anwendung von den geldpolitischen Stellschrauben (adjusting screws of monetary policy). Daher ist es auch sinnwidrig, die Gewährleistung der Finanzstabilität als zusätzliches Ziel der Zentralbank zu fordern. – Finanzstabilität setzt auch Stabilität an anderer Stelle voraus. Das betrifft vor allem ein hohes Mass an politischer Stabilität (high level of political stability). Geldwertstabilität und einen ausgeglichenen Staatshaushalt. – Siehe Credit Default Swap-Verflechtungen, Elisabeth-Frage, Finanzmarktschock, Finanzmarktstabilität, Finanzsystem, Gut, öffentliches, Margendruck, Money-matters-Theorem, Organisationen, gemeinnützige, Systemkonflikt, finanzmarktlicher. – Vgl. Jahresbericht 2008 der EZB, S. 166 ff. (Überwachung durch die EZB), Geschäftsbericht 2009 der Deutschen Bundesbank, S. 91 ff. (Probleme der Finanzstabilität in Deutschland; einzelne Massnahmen im Zuge der Finanzkrise), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Oktober 2010, S. 27 ff. (Allgemeines und Details zur Stabilität im deutschen Bankensystem; Übersichten), Jahresbericht 2010 der EZB, S. 154 ff. (Grundsätzliches zur Finanzstabilität; Unterschiede in einzelnen Staaten des Eurogebiets), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Februar 2011, S. 68 f. (Schritte zu einem europäischen Stabilitätsmechanismus), Jahresbericht 2011 der EZB, S. 122 ff. (neue Institutionen, Finanzstabilitätsbericht 2012, S. 17 ff. (Staatsschuldenkrise gefährdet die Finanzstabilität), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom April 2013, S. 47 f. (Rolle der Bundesbank im Gesetz zur Überwachung der Finanzstabilität).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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