Ein Vorgang, bei dem mehrere Finanzprodukte ganz oder in Teilen so ausgewählt und aneinander gekoppelt werden, dass sie den ganz besonderen Anliegen und Zielen eines Anlegers bzw. auch eines Darlehn suchenden Kunden entsprechen (combining or dividing existing instruments to create new financial products, meeting distinct requests of customers). – Als Lehre die systematische Darstellung der Möglichkeiten und Auswirkungen des Zusammenspiels mehrerer Finanzprodukte. – Die Anwendung finanztheoretischer Erkenntnisse verbunden mit informationstheoretischem Wissen, um Entscheidungen in allen Bereichen des Finanzmarktes zu fällen (using theoretical finance and computer modeling skills to make pricing, hedging, trading and portfolio management decisions). In diesem Sinne als eigener Wissenschaftszweig seit etwa 1980 aufgekommen, haben sich die bezüglichen Erörterungen stark mathematisiert. Gleichzeitig damit koppelte sich die Theorie immer mehr von der Realität ab, wie vor allem – gesellschaftliche, politische und juristische Gegebenheiten im jeweiligen Staat, – global und heimatstaatlich geltende steuerliche Gesichtspunkte, – aufsichtsrechtliche Beschränkungen, – volkswirtschaftliche Grunddaten in dem jeweiligen Anlageland und entfernte sich damit zunehmend von der klassischen Finanzanalyse. – Die Gestaltung von Finanzprodukten mit der Absicht, diese aus der Liste meldepflichtiger (subject to disclosure requirements) Operationen an die Aufsichtsbehörde herauszunehmen (constructing new financial products with the aim to evade regulation). – Siehe Anlage, innovative, Behavioural Finance, Fibonacci-Folge, Finanzarchitektur, Finanzmathematik, Finanzpsychologie, Finanztheorie,
Harmonisierung, Kreïrung, Monokausalismus, Portfolio-Optimierung, Produktregistrierung, Qualitätssteuerung, Regulierungs-Arbitrage, Theoretiker.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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