Lerner-Index

Der Lerner-Index ist ein direktes Wettbewerbs- und Marktmachtmaß. Er stellt den Preis beziehungsweise Umsatz eines Bankprodukts den geschätzten marginalen Kosten gegenüber und erfasst den prozentualen Aufschlag, den eine Bank über ihren Grenzkosten durchsetzen kann. Ein geringer Aufschlag deutet auf intensiven Wettbewerb, ein hoher Wert auf größere bankindividuelle Preissetzungsmacht hin. Da die Grenzkosten nicht unmittelbar beobachtbar sind, müssen sie über eine Kostenfunktion ökonometrisch geschätzt werden. Der Index unterscheidet sich damit von Konzentrationsmaßen, die auf Marktanteilen beruhen.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Januar 2026 , 22.01.2026 , PDF-S. 45. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/973956/referenceDoc/7a6a3b02ce72b6a454aee8cac61986dc.

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Lerner-Index“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/lerner-index/ (Stand: 21.08.2026).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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