Modernitätsgrad des staatlichen Kapitalstocks

Der Modernitätsgrad des staatlichen Kapitalstocks ist das Verhältnis von Nettokapitalstock zu Bruttokapitalstock. Er zeigt näherungsweise, welcher Anteil des Bruttokapitalstocks noch nicht abgeschrieben ist. Bei einer neuen Investition sind Brutto- und Nettoanlagevermögen zunächst gleich hoch; anschließend sinkt das Nettoanlagevermögen durch Abschreibungen, während das Bruttoanlagevermögen bis zum modellierten Abgang grundsätzlich bestehen bleibt. Ein niedriger Modernitätsgrad deutet daher auf einen im Durchschnitt älteren Kapitalstock hin. Er erlaubt jedoch allein keine Aussage über Funktionsfähigkeit, Qualität oder konkreten Ersatzbedarf der Anlagen.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Januar 2026, 22.01.2026, PDF-S. 125. Originalquelle öffnen.

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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Modernitätsgrad des staatlichen Kapitalstocks“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/modernitatsgrad-des-staatlichen-kapitalstocks/ (Stand: 21.08.2026).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com