Kopf-in-den-Sand-Verhalten (sunk cost-fallacy)

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In Bezug auf den Finanzmarkt ein Gebaren, bei dem an einem Engagement deshalb weiterhin festgehalten wird, weil schon zu viel Mittel dorthin geflossen sind, also versunkene, verlorene Kosten (sunk cost) entstanden sind. Die bereits getätigten Investitionen beeinflussen damit künftige Entscheidungen, und nicht selten wird dann gutes Geld dem schlechten Geld hinterhergeworfen. – Beim Treffen der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaft in Lindau am Bodensee im Jahr 2014 wurde dieses Verhalten in Bezug auf die EWU festgestellt. Ein Ausstieg aus der EWU sei kostspielig, ein Dabeibleiben aber auch: diese Kernaussage (core statement) wurde mit einsichtigen Beweisgründen untermauert. – Siehe Abgesang, Geldgrab, Geldverbrennung, Geldverprass, Millionengrab, Verlustfalle, Write-off.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Kopf-in-den-Sand-Verhalten (sunk cost-fallacy)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/kopf-in-den-sand-verhalten-sunk-cost-fallacy/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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