Goldfaden (gold thread)

Auch in: EN FR

Zu einer Faser dünn ausgezogenes Gold. Es wurde früher von in dieser Arbeit sachkundigen Textilhandwerkern solchen Stoffen beigemischt, die vor allem als Kleidung für Personen höheren Standes (persons of higher social rank), für Uniformen samt Achselstücken (Epauletten; epaulets) von Offizieren sowie auch von Fahnen bestimmt waren. Entsprechende Wirkwaren dienten vornehmlich der Zurschaustellung von Reichtum, Ansehen und Macht; sie blieben durch die Zeiten verhältnismässig teuer. Daneben zeigte man an Kleidungstücken gern auch als Besatz
ging: placed along an edge as an ornament, fringe, or border on clothing) mehr oder minder kunstreiche Goldfaden-Stickerei (golden embroidery). Dabei galten selbst kunstvolle Stickereien aus haardünnem Goldfaden weithin weniger prestigeträchtig (less prestigious) als Randverzierungen von dickerer Litze. – Dass Goldfäden auch als Zahlungsmittel dienten, wie dies manchmal vorgetragen wird, ist wirtschaftsgeschichtlich bis anhin nicht erweisbar (could not be proven by economic history).

Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Goldfaden (gold thread)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/goldfaden-gold-thread/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

3 Seitenaufrufe dieser Seite