Die Zinsmarge ist der Zinsüberschuss eines Kreditinstituts oder einer Bankengruppe im Verhältnis zur Bilanzsumme. Sie verdichtet den absoluten Erfolg des Zinsgeschäfts zu einer größenbereinigten Kennzahl und erleichtert dadurch Vergleiche zwischen Instituten oder Zeiträumen. Ihre Höhe wird unter anderem von der Verzinsung der Aktiva und Passiva, der Bilanzstruktur, den Zinsbindungsfristen und dem Geschäftsmodell bestimmt. Eine hohe Zinsmarge bedeutet nicht zwangsläufig eine entsprechend hohe Gesamtprofitabilität, weil Verwaltungs-, Bewertungs- und sonstige Ergebnisbestandteile zusätzlich zu berücksichtigen sind.
Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – September 2026 , 21.09.2026 , PDF-S. 86. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/1007720/referenceDoc/a9c78c09edfd858dd498d4acc17ce10d.