Vorzeichenrestriktion

Eine Vorzeichenrestriktion ist eine Annahme darüber, in welche Richtung ein struktureller wirtschaftlicher Impuls bestimmte Variablen eines Modells bewegt. Sie dient dazu, den gesuchten Schock zu identifizieren und von endogenen Reaktionen innerhalb des Modells zu unterscheiden. Bei einem restriktiven geldpolitischen Schock kann beispielsweise angenommen werden, dass Produktion, Preise und Aktienkurse zunächst sinken, während der Wechselkurs aufwertet. Aus den Restriktionen und den geschätzten Modellparametern lassen sich anschließend Impulsantwortfunktionen ableiten.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – September 2026 , 21.09.2026 , PDF-S. 125. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/1007720/referenceDoc/a9c78c09edfd858dd498d4acc17ce10d.

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Vorzeichenrestriktion“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/vorzeichenrestriktion/ (Stand: 05.10.2026).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com