Die Transferentzugsrate beschreibt, in welchem Umfang zusätzliche Erwerbseinkünfte durch die Kürzung staatlicher Leistungen oder durch höhere Abgaben aufgezehrt werden. Hohe Transferentzugsraten mindern nach Darstellung des Berichts insbesondere für Teilzeitbeschäftigte den finanziellen Anreiz, ihre Wochenarbeitszeit auszuweiten. Entscheidend ist damit nicht allein der zusätzliche Bruttoverdienst, sondern welcher Teil davon nach Leistungsentzug und Abgaben tatsächlich verbleibt. Der Begriff ist für die Beurteilung von Erwerbsanreizen im Steuer- und Transfersystem bedeutsam.
Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Juni 2026 , 18.06.2026 , PDF-S. 110. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/998608/referenceDoc/64e67324481c1983aed9dbd415327e5e.