Staatsschuld(en), fremdwährungsindexierte (foreign currency indexed public debt)

Auch in: FR

Die Bindung der öffentlichen Verschuldung eines Landes an eine andere Währung, derzeit praktisch an den USD oder EUR. Zweck der Massnahme ist es, den inländischen und ausländischen Zeichnern im Falle hoher Inflationsrate oder Abwertung der heimischen Währung eine Sicherheit zu bieten. Wenn jedoch (wie in Brasilien 2002) die Besitzer solcher indexierter Anleihen Zweifel daran haben, ob der Staat seinen Verpflichtungen in der Fremdwährung (xeno currency) auch nachkommen kann, dann verkaufen diese ihre Anleihen massenweise. Dies zehrt die Währungsreserven des Staates auf und treibt ihn in den Staatsbankrott; das Finanzsystem gesamthaft bricht zusammen. – Siehe Crash, Run, Staatsverschuldung, Wirkungen, Staatsverschuldung-Zins-Zusammenhang.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Staatsschuld(en), fremdwährungsindexierte (foreign currency indexed public debt)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/staatsschulden-fremdwahrungsindexierte-foreign-currency-indexed-public-debt/ (Stand: 15.10.2022).

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