Proxy-VAR

Ein Proxy-VAR ist ein vektorautoregressives Modell, in dem strukturelle Schocks mithilfe externer Instrumentenvariablen identifiziert werden. Im Bericht dienen dazu Veränderungen von Finanzmarktpreisen in sehr engen Zeitfenstern um bestimmte Ereignisse. Unter der Annahme, dass diese Preisbewegungen nahezu ausschließlich auf das jeweilige Ereignis zurückgehen, liefern sie Informationen zur kausalen Zuordnung der Modellresiduen. Die Residuen werden auf die Instrumente regressiert; die resultierenden Koeffizienten fließen in die Berechnung von Impuls-Antwort-Funktionen ein. So können kurzfristig identifizierte Ereignisreaktionen auf längere Zeiträume übertragen werden.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Januar 2026 , 22.01.2026 , PDF-S. 76. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/973956/referenceDoc/7a6a3b02ce72b6a454aee8cac61986dc.

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Proxy-VAR“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/proxy-var/ (Stand: 21.08.2026).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com