Probabilistische Entscheidungsfindung eines KI-Agenten

Probabilistische Entscheidungsfindung bedeutet, dass ein KI-Agent Ergebnisse auf Grundlage von Wahrscheinlichkeiten und des jeweiligen Kontexts erzeugt, anstatt bei identischen Eingaben zwingend dieselbe Ausgabe zu liefern. LLM-basierte Agenten leiten Entscheidungen aus statistisch erlernten Sprach- und Datenmustern ab. Diese Arbeitsweise ermöglicht flexible und adaptive Reaktionen, kann aber Konsistenz, Vorhersagbarkeit, Reproduzierbarkeit und Nachvollziehbarkeit beeinträchtigen. Im Zahlungsverkehr müssen probabilistische Entscheidungen deshalb vor der finalen Abwicklung in eindeutige, überprüfbare und deterministische Zahlungsanweisungen überführt werden.

Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – September 2026 , 21.09.2026 , PDF-S. 133. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/1007720/referenceDoc/a9c78c09edfd858dd498d4acc17ce10d.

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Probabilistische Entscheidungsfindung eines KI-Agenten“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/probabilistische-entscheidungsfindung-eines-ki-agenten/ (Stand: 05.10.2026).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com