Vorgeschlagene Politik für eine Zentralbank, bei der diese nicht eine bestimmte zahlenmässige Vorgabe für die Inflationsrate – wie bei der EZB – festlegt (Inflation Targeting). Vielmehr gibt sie einen Zielpfad (target range) für das Preisniveau vor und verpflichtet sich, Abweichungen von diesem Zielpfad innert eines bestimmten Zeitraums zu glätten. Steigt jetzt das Preisniveau stark an, etwa aufgrund eines Ölpreis-Schocks, dann müsste die Zentralbank die Geldmenge vermindern. Kommt es zu einer Rezession mit sinkenden Preisen, dann könnte die Geldpolitik durch Massnahmen wie das Quantitative Easing nunmehr Liquidität bereitstellen und die Nachfrage stützen, einen Abschwung also (vielleicht) bremsen. – Als Vorteil eines solchen Zielpfades glaubt man, dass so der Ungewissheit über das zukünftige Preisniveau vermindert würde. Als Nachteil sieht man wahrscheinlich höhere Schwankungen (Oszillationen; oscillations) in der Inflationsrate. Auch wird bezweifelt, ob die Preisniveausteuerung das Vertrauen in die Geldpolitik befördern würde. Zudem ist zu fragen, wo hier die Grenzen der Geldpolitik enden und Konjunkturpolitik beginnt. Für eine solche aber hat die Zentralbank – zumindest gilt das für die EZB – weder das nötige Instrumentarium noch vor allem die demokratische Legitimität (democratic legitimacy). – Siehe Aktivismus, zentralbankpolitischer, Ausrichtung, einzielige, Inflation Prognose-Modell, Targeting, Zwei-SäulenPrinzip.. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Januar 2010, S. 30 ff. (ausführliche Darstellung, sprachlich jedoch teilweise unschön; Übersichten; Literaturverweise).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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Quantitätsgleichung des Geldes
Geldmenge, Umlaufgeschwindigkeit, Preisniveau und reale Produktion verbinden.
Variablen: M Geldmenge; V Umlaufgeschwindigkeit; P Preisniveau; Y reales Einkommen.
Anwendung: Für monetäre Analysen und langfristige Preisniveauzusammenhänge.