Der im Regelfall in Geld ausgedrückte Gegenwert eines Gutes im wirtschaftlichen Tauschverkehr. – Volkswirtschaftlich gesehen hat der Preis vor allem die Aufgabe, – den Ausgleich von Angebot und Nachfrage am Markt herbeizuführen (equalisation function; Ausgleichsfunktion) und – in seiner Höhe den Knappheitsgrad eines Gutes anzuzeigen (signal function; Signalfunktion). – Der Preis erfüllt zudem eine Lenkungsfunktion (incentive function), indem er Produktion und Investition auf die im Preis zum Ausdruck kommende Nachfrage hinsteuert. Die Produktionsfaktoren wechseln damit von der Produktion mit abnehmender Rentabilität zur Produktion mit zunehmender Rentabilität: sie gelangen mit anderen Worten in die Hände des besten Wirts (to the most favourable allocation of resources). – Der Preismechanismus gesamthaft sorgt für die Abstimmung der Pläne sowohl auf einem Markt wie etwa dem Finanzmarkt als auch auf allen dazu in Beziehung stehenden Märkten (Planabstimmungsfunktion; coordination function). – Das für die Ergreifung einer gesuchten Person ausgesetzte Geld (the sum offered for the capture of a person alive or dead). – Der Betrag, der von käuflichen Journalisten, geldgierigen Politikern und unredlichen Amtsträger für eine Gefälligkeit verlangt wird (the sum for which favourable reporting, support, consent, etc. may be obtained from a journalist, politician, or office holder). – In übertragenem Sinne alles, was man zur Erreichung eines Zieles aufwenden muss (that which must be given, done, or undergone in order to obtain a thing), und zwar auch nicht-ökonomische Dinge wie etwa ein Schaden an der Gesundheit oder der Verlust alter Freunde (loss of old friends). – [prize] Die für den Sieger in einem Wettkampf ausgelobte Summe oder sonstige Ehrung. – Siehe Ausübungspreis, Bezugskurs, Börsenpreis, Break-Even-Preis, Defaveur, Draufgeld, Emissionspreis, Entstehungskurs, Fair Value, Geldzweck, Kaufpreis, Markt, aktiver, Preisgeld, Rückkaufspreis, Rückvergütung, Schmiergeld, Soft Money, Terminpreis, Wechselkurs, Wettbewerb.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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