Metall-Inflation (metal inflation)

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Um 2005 aufgekommene Bezeichnung für die Tatsache, dass weltweit gesehen sich die Lebenshaltungskosten in allen Ländern erhöhen, wenn der Preis für Metalle steigt, und hier wieder besonders für Kupfer und Nickel. Bei global gleichbleibender Förderung von Metallen schwillt die Nachfrage vor allem in den Entwicklungs- und Schwelländern, die sich auf dem Weg zur Industrialisierung befinden, stark an. So schluckte allein China zwischen 2000 und 2009 ungefähr neunzig Prozent des zusätzlichen Weltangebots an Kupfer. – Andererseits bewirkt eine Preissteigerung bei Metallen – vor allem bei Nickel – in Industrieländern einen relativen Rückgang der Nachfrage, weil die Verwendung von Substituten steigt. Deren Herstellung wird nun rentabel; und die Kunden zeigen sich eher bereit, die Ersatzstoffe anzunehmen. Hinzu tritt, dass gerade in der metallverarbeitenden Industrie die Suche und Eignungsprüfung (suitability test) von Substituten zu den stark weltmarktpreisabhängigen Importrohstoffen eine sehr lange Tradition besitzt. Auch auf die technische Beratung (technical consulting) der Abnehmer über den Einsatz der Ersatzprodukte wurde schon seit Beginn des 20. Jhts. sehr grossen Wert gelegt, nicht zuletzt bedingt durch die Perioden der Kriegswirtschaft. – Siehe Erdöl-Inflation, Finanzialisierung. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom September 2008, S. 21 (Schwankungen der Metallpreise in Abhängigkeit von Spekulanten; Übersicht).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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Inflationsrate

\[\pi_t=\frac{P_t-P_{t-1}}{P_{t-1}}\cdot100\]

Die prozentuale Veränderung eines Preisindex zwischen zwei Perioden bestimmen.

Variablen: π Inflationsrate in Prozent; P Preisindex.

Anwendung: Für Verbraucherpreisindex, BIP-Deflator und andere Preisindizes.

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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Metall-Inflation (metal inflation)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/metall-inflation-metal-inflation/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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