Markt, vollkommener und Markt idealer (perfect market)

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In vielen Überlegungen auch der Finanztheorie ein Idealbild mit im wesentlichen folgenden Eigenschaften, nämlich – es gibt keinerlei Präferenzen, weder persönliche (individual preferences: die Marktteilnehmer haben keine Vorlieben gegenüber Partnern), noch zeitliche (temporal preferences: das Gut steht allen Marktteilnehmern zeitgleich zur Verfügung), noch räumliche (spatial preferences: alle Anbieter und Nachfrager befinden sich an zu gleicher Zeit an einem einzigen Ort), – die gehandelten Güter sind homogen, nämlich in allen Teilen völlig unterschiedslos in Bezug auf jede andere Menge, – die einzelnen, in Wettbewerb stehenden Marktteilnehmer übersehen Angebot und Nachfrage: es besteht völlige Markttransparenz und – die Anbieter und Nachfrager handeln unendlich schnell: sie passen sich sofort an Änderungen der Marktgegebenheiten an. – Trifft auch nur eine dieser Annahmen nicht zu, so handelt es sich um einen unvollkommenen Markt (imperfect market). Aus den gedachten Abläufen auf dem vollkommenen Markt versucht die Wirtschaftstheorie, das Geschehen an den wirklichen, unvollkommenen Märkten besser verstehen zu können. – Siehe Allokation, Marktdisziplin, Marktkräfte, Marktmechanismus, Nettowohlfahrtsverlust, Wettbewerb.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Markt, vollkommener und Markt idealer (perfect market)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/markt-vollkommener-und-markt-idealer-perfect-market/ (Stand: 15.10.2022).

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